Zusatzuntersuchungen in der Schwangerschaft

Folgende Untersuchungen sind nicht Bestandteil der Basis-Schwangerschaftsvorsorge. Einige sind auch bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft medizinisch sinnvoll, andere können bei medizinischer Indikation oder auf Wunsch durchgeführt werden.

Auf jeden Fall ist eine individuelle Beratung vor diesen Untersuchungen erforderlich.

Ultraschalluntersuchungen

  • Wachstumskontrolle zwischen den Screening-Ultraschallen

  • Doppler-Ultraschall zur Kontrolle der Plazentadurchblutung

  • 3D/4D-Ultraschall

Blutuntersuchung auf Infektionskrankheiten

  • Toxoplasmose

  • Zytomegalie

  • Kinderkrankheiten

Vaginalabstrich

 

  • Streptokokkenabstrich vor der Geburt

Spezielle Pränataldiagnostik

CVS (chorionic villus sampling) Chorionzottenbiopsie

Entnahme von Chorionzotten (Plazenta) mit einer Spinalnadel transvaginal oder transabdominal, Vorteil: ab 11. SSW möglich, Nachteil: Genetik nicht immer identisch mit Genetik des Kindes, Mosaike möglich.

 

Fruchtwasseruntersuchung (Amniocentese)

Punktion der Amnionhöhle ab der 16.SSW (FW-Volumen 180 ml), Entnahme von 10-15 ml Fruchtwasser, chromosomale Untersuchung der fetalen Zellen. Risiko Fehlgeburt 0,5%.

 

NIPT (Nicht invasive pränatale Testung)

Blutentnahme bei der Schwangeren, Untersuchung der im mütterlichen Serum frei zirkulierenden fetalen DNA. Möglich ab 10.SSW. Auffällige Ergebnisse sollen durch Amniocentese überprüft werden.

Nackenfaltenmessung​ (Nackentransparenzmessung, NT-Messung)

Die Nackenfalte ist eine Flüssigkeitsansammlung unter der Haut im Nacken des Feten, Messung in der 11. bis 14. SSW. Verdickt bei Trisomie (13, 18, 21), Herzfehler, u.a. 

Diese Liste führt nur einige Beispiele auf. Bei uns bekommen Sie mit dem Mutterpass eine von uns erstellte Info-Mappe für Schwangere, in der alle aktuellen Untersuchungsmöglichkeiten aufgeführt werden und die wir Ihnen gerne erklären.

Im Rahmen der Beratung zu den o.g. Untersuchungen informieren wir Sie zu den Kosten.

 

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